Presse

Kohlhayer will wieder für die Sintis arbeiten

15. Januar 1982 · WAZ

Zeitungsartikel, WAZ, 15.1.1982

Der SPD-Ratsherr und Meidericher Bezirksvorsteher Hans Kohlhayer hatte sein "Sinti-Mandat" als Ratsbeauftragter und Vermittler am 4. Dezember 1981 spontan niedergelegt, nach einer enttäuschenden Unterredung zwischen Sinti-Familien und Vertretern der Hamborner Siedler zur geplanten Errichtung eines Sinti-Dorfes "Am Sandberg". Sowohl seine eigene Fraktion als auch der mit der Sinti-Betreuung befasste Duisburger Caritasverband und Ranco Brantner, Sprecher des Bundesverbands Deutscher Sinti, drängten ihn in Briefen und Gesprächen, nicht zu resignieren.

Kohlhayer erklärt sich nun bereit, die Aufgabe wieder zu übernehmen – allerdings nur, wenn die Familie Mettbach von sich aus auf ihn zukommt und genau benennt, was sie will: "Das wissen auch die Metbachs, und ich warte jetzt ab, was sie sagen." Für ihn gibt es keine Alternative zum Standort "Am Sandberg": "Der Platz in Obermeiderich scheidet aus, weil er denkbar ungeeignet ist." Er zeigt sich zuversichtlich, dass der Rat ein Sinti-Dorf-Projekt dort auch weiterhin finanzieren würde: "Die Sache ist machbar."