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Die Situation der Sinti in Duisburg – Kontinuitäten der Ausgrenzung und Kämpfe für Menschenwürde

7. November 2021 · miniMegaZine #04 (SGDV e.V.), Schaufenster-Beitrag

Am 7. November 2021 fand im Lokal Harmonie die Auftaktveranstaltung "Die Situation der Sinti in Duisburg – Kontinuitäten der Ausgrenzung und Kämpfe für Menschenwürde" statt – der erste Teil einer mehrteiligen Reihe. Die direkten Nachfahren Duisburger Holocaust-Überlebender, Siegfried Mettbach, Mario Reinhardt und Cornelia Reinhardt, berichteten eindrücklich von ihren Kämpfen gegen fortgesetzte Ausgrenzung durch die Stadt und unwürdige Behandlung im Alltag – und von der Angst, erneut in die Obdachlosigkeit getrieben zu werden.

"Wir haben Zukunftsangst! Immer dieser Gedanke: Hoffentlich kommt morgen nicht die Stadt und reißt uns aus unserem Lebensumfeld." — Mario Reinhardt

"Unsere Leute wurden in Auschwitz vergast. Wir sind es unseren Kindern schuldig, das weiterzugeben, was wir sind – und uns nicht zu verstecken." — Cornelia Reinhardt

"Irgendwann ist einmal Schluss!" — Siegfried Mettbach

Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein offener Brief verlesen, der u.a. den Erhalt der Lebensräume der noch auf Plätzen lebenden Sinti-Familien, ein Ende der strukturellen Ausgrenzung und die Übernahme von Verantwortung durch die Stadt Duisburg forderte. Unterzeichnet von: Familie Mettbach, Familie Reinhardt, Verein der Sinti in Duisburg i.G., save space e.V., Solidarische Gesellschaft der Vielen e.V., Cirikli e.V., Goosebumps i.G., Lokal Harmonie, Djäzz und dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.

Dokumentiert wurde die Veranstaltung im "Schaufenster"-Beitrag der vierten Ausgabe des miniMegaZine (Herausgeber: SGDV e.V.), der zugleich einen 2007 verfassten Brief von Siegfried Mettbach an den damaligen Oberbürgermeister nachdruckte.