In den Zeiten: Lebensgeschichten Duisburger Sinti
Die Ausstellung "In den Zeiten: Lebensgeschichten Duisburger Sinti" wurde im Rahmen der 45. Duisburger Akzente ("Familienbande") eröffnet – eine Zusammenarbeit des Duisburger Sinti Verein e.V. mit der Medienkünstlerin Anna Irma Hilfrich, in Kooperation mit SGDV e.V. und dem Zentrum für Erinnerungskultur der Stadt Duisburg.
Durch multimediale Rauminstallationen führt die Ausstellung Erinnerungen von vier Generationen zusammen: historische Familienfotos wurden großflächig in die rohen Räume des ZK Hochfeld projiziert, an Hörstationen konnten Besucher:innen Gesprächen mit Elli Mettbach, Anna Wagner, Jasmin und Janett Mettbach lauschen. Einer der Ausstellungsräume war dem Gedenken gewidmet: dem Film "In Gedenken" (3:24 Min., Duisburger Sinti Verein e.V., 2024), der zum Gedenkgottesdienst am 28. Januar 2024 in der Salvatorkirche entstand und der Duisburger Sinti-Familien gedenkt, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
Ein zentrales Zitat der Wahlduisburgerin Cornelia ("Conni") Reinhardt bringt das Erbe der Verfolgungsgeschichte auf den Punkt:
"Nichts haben die uns gelassen, nicht mal die Haut haben unsere Leute behalten dürfen. Und was haben wir geerbt? Trauma und Krankheit."
Etwa 40 Personen besuchten die Vernissage am Eröffnungswochenende; die Ausstellung war anschließend noch am 22., 23. und 24. März 2024 jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet.
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